Diplomstudium Zahnmedizin

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Universitätsklinik für Zahnersatz/Zahnerhaltung

LV-Titel: Zahnerhaltungskunde / Parodontologie

Lehrinhalte:

Anatomie und Histologie der Zähne
Zahnentwicklung, Zahndurchbruch, anatomischer und histologischer Aufbau der
Zähne, Zahn- und Wurzelformen.

Anatomie und Histologie des Zahnhalteapparates
Gesunde Gingiva, Desmodont, Verankerung der Zähne im Alveolarknochen,
Saumepithel, Gefäßversorgung.

Entstehung von Plaque/Biofilm und die Auswirkungen auf Zahnhartsubstanz
und Zahnhalteapparat

Die vier Phasen der dynamischen Plaquereifung, Eigenschaften von Plaque/Biofilm,
Entstehung der Karies in Schmelz und Dentin. Entstehung der Gingivitis, mikro-
biologische und immunologische Parameter, Arten der Immunabwehr, Parodontitis,
Nomenklatur der Parodontalerkrankung, Gingivitis ulcerosa.

Grundprinzipien im Umgang mit ärztlichen und zahnärztlichen Patienten
Psychologische Grundlagen, Prinzipien der Gesprächsführung, Kommunikation mit
dem Patienten.

Prophylaxe
Ergonomie, Konstruktionsmerkmale von Handzahnbürsten und elektrischen Zahn-
bürsten, Ansatz, Stärke des Anpressdruckes, Bewegungen, systematisches Vor-
gehen, Zahnseide, Interdentalraumbürsten, Superfloss, Zahnpasten, Spüllösungen,
Gele.

Säureschäden, Erosionen, Putzschäden an Gingiva und Zahnhartsubstanz, richtiger
Zeitpunkt des Zähneputzens, Dauer einer effektiven Zahnreinigung, Anpressdruck
der Zahnbürste, Ernährungshinweise.

Fluoride in der zahnärztlichen Prophylaxe:  Wirkungsweise von Fluoriden, Gefahren,
Anwendungsmöglichkeiten  -  Fluoridzahnpasten, Spüllösungen, Fluoridgele,
fluoridiertes Kochsalz, Trinkwasserfluoridierung, Fluoridtabletten, Fluoridlacke,
Epidemiologie der verschiedenen Anwendungsformen und Strategien.

Gruppenprophylaxe, Individualprophylaxe, professionelle mechanische Zahn-
reinigung, die schwangere Frau in der zahnärztlichen Praxis, Schwangerschaft und
Gingivalerkrankungen, Parodontitis als Ursache für Frühgeburt mit Mindergewicht,
Parodontitis und Allgemeinerkrankungen.

Plastische Füllungstherapie
Schleifer, Fräsen, Prinzipien der Kavitätenpräparation für Amalgam und zahn-
farbene Füllungen, Säureätztechnik, Dentinbonding, Materialkunde von Amalgam,
Komposit, Kompomeren, Glasionomerzementen, etc., Techniken beim Legen der
verschiedenen Füllungen ( G. V. Black I – V, VI ) und der verschiedenen
Materialien, Kontaktpunktgestaltung, Matrizensysteme, Kauflächengestaltung,
Ausarbeiten der Füllungen, Kofferdam.

Endodontie
Histologischer Aufbau der Zahnpulpa, Anatomie der Zahnpulpa, Funktion, Lehre
von den Erkrankungen der Zahnpulpa, Möglichkeiten der Vitalerhaltung der
Zahnpulpa, direkte und indirekte Pulpenüberkappung, reversible und irreversible
Pulpitis, Symptomatik der Pulpitis, systematische Diagnostik der Pulpitis, die
verschiedenen Möglichkeiten der Wurzelkanalaufbereitung, die verschiedenen
Möglichkeiten der Wurzelfüllung, Ursachen für Misserfolge, Endo- Paroläsionen.

Parodontologie
Gingivitis, Parodontitis, Zahnstein, Konkrement, Diagnostik der Parodontal-
erkrankungen, Therapie der Parodontalerkrankungen, Konstruktionsmerkmale
und Verwendung von Scalern und Küretten, Wurzelglätten, Schall- und
Ultraschallgeräte, Spüllösungen, Antibiotika. Konservative und chirurgische
Parodontaltherapie, die verschiedenen Lappenoperationen, Augmentations-
techniken, Mukogingivalchirurgie, Wachstumsfaktoren.

Funktion des stomatognathen Systems
Anordnung der Zähne und der Führungselemente, um eine atraumatische Funktion
und nur die geringstmögliche Muskelaktivität zu gewährleisten. Okklusale Anatomie,
Alginatabformung und Modellherstellung, anatomischer Transferbogen, schädel-
bezügliche Montage des Oberkiefermodells, gelenksbezügliche Montage des
Unterkiefermodells, Axiographie, Aufbau und Funktion des Kiefergelenkes,
Angleklasse I, II, III.

Schäden durch eine gestörte Funktion  -  Schlifffacetten, Attrition, keilförmige
Defekte, McCall’sche Girlanden, Sprünge, Zahnfrakturen, Zahnlängsfrakturen,
Rezessionen, erhöhte Zahnbeweglichkeit, gestörte Funktion und Parodontitis.


Lernziele:

Die Studenten sollen das gesamte Spektrum der Zahnerhaltung in Diagnostik und
Therapie kennen lernen. Vor allem die Aufgabe der Zahnerhaltung zur Prophylaxe,
damit pathologische Erscheinungen wie Karies, Gingivitis, Parodontitis und
funktionell bedingte Schäden an Zahnhartsubstanz, Zahnhalteapparat, Kiefer-
gelenk, Muskulatur, etc. erst gar nicht auftreten. Dazu gehören genaue
Kenntnisse der Anatomie und Histologie der Zähne und des Zahnhalteapparates,
des stomatognathen Systems sowie Kenntnisse über die Phasen der dynamischen
Plaquereifung.

Die Studenten sollen über die grundlegenden psychologischen Prinzipien Bescheid
wissen und Erfahrung in der Gesprächsführung erarbeitet haben. Kenntnisse der
Ergonomie über die richtige Lagerung des Patienten und effizientes Arbeiten im
Sinne der Fourhanded Dentistry sind Voraussetzung für Qualität.

Nach der ärztlichen und zahnärztlichen Anamnese kommt vor jeder weiteren
zahnärztlichen Behandlung die erste Prophylaxesitzung. Die Studenten müssen
diesen Ablauf sicher beherrschen und die Patienten über Plaque / Biofilm und die
darausentstehenden pathologischen Erscheinungen verständlich informieren
können. Ebenso über die Konstruktionsmerkmale von Hand- und elektrischen
Zahnbürsten, deren praktische Anwendung im Mund und vor allem die Aufklärung
über mögliche Fehler und Selbstschädigungen müssen den Patienten verständlich
nahe gebracht werden können. Auch die weiteren Aspekte der Prophylaxe wie
Interdentalraumreinigung, Anwendung von Fluoriden, Risikoalter und Risikoflächen,
etc. müssen beherrscht werden. Auch müssen die Studenten die Patienten über
die Zusammenhänge zwischen Parodontitis und Allgemeinerkrankung aufklären
können.

Die Studenten beherrschen alle Aspekte der modernen Füllungstherapie, vom
Amalgam über Zemente bis zur modernen adhäsiven Füllungstherapie in Theorie
und Praxis.

Alle Aspekte der Erkrankung der Pulpa, insbesondere die Diagnostik und die
Möglichkeiten zur Vitalerhaltung der Pulpa müssen verstanden worden sein. Die
Fertigkeiten zur Trepanation, zur Wurzelkanalaufbereitung inklusive der exakten
Längenbestimmung und die verschiedenen Techniken zur bakteriendichten Füllung
müssen vorhanden sein. Ebenso Kenntnisse für eventuelle Misserfolge und deren
Behebung.

Die Studenten beherrschen die Diagnostik und die vielfältigen Möglichkeiten der
konservativen Parodontaltherapie in Theorie und Praxis. Sie haben Kenntnis der
zahlreichen parodontalchirurgischen Verfahren inklusive der rekonstruktiven Chirurgie.

Wichtig sind die Kenntnisse des Aufbaues und der Funktion des stomatognathen
Systems. Die Studenten sollen die grundlegenden Regeln der Gnathologie
beherrschen, ebenso wie die räumliche Anordnung der Führungselemente der
Zähne  -  dies sowohl in der Theorie als auch in der Diagnostik und in der realen
Therapie, um ein Kausystem so zu therapieren oder zu rekonstruieren, dass nur
die für den Patienten individuell niedrigste Muskelaktivität zugelassen wird. Es
muss den Studenten bewusst sein, dass sie damit das gesamte Kauorgan
schützen vor Abrasion, keilförmigen Defekten, Zahnfrakturen, Längsfrakturen,
Kiefergelenksproblemen, Masseterhypertrophie, parodontalen Problemen und der
Auslösung oder Triggerung von Schmerzen im Kopf- Halsbereich.

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass die Studenten in allen
Bereichen der Zahnerhaltung über ein fundiertes fachliches Wissen
verfügen und in den wichtigen Bereichen auch praktische Kenntnisse
in der Diagnostik und Therapie haben.

 

Zahnerhaltungskunde I – Vorlesung / Übungen

Morphologie der Zähne

        Lehrinhalte:

Die Amalgamfüllung

        Lehrinhalte:

Ergonomie und Individualprophylaxe

        Lehrinhalte:


Lernziele:

Die Studenten beherrschen den Umgang mit der zahnärztlichen Behandlungs-
einheit. Sie können den Patienten entsprechend der geplanten Arbeitsschritte
lege artis lagern. Die Studenten sitzen in einer einwandfreien ergonomischen
Position.

Die Studenten sollten in der Lage sein, ein psychologisch einwandfreies und
kompetentes Erstgespräch mit dem Patienten zu führen. Sie beherrschen den
geplanten und systematischen Ablauf einer individuellen Mundhygienesitzung.

Sie können didaktisch einwandfrei die Entstehung der mikrobiellen Plaque er-
klären, ebenso wie die Zusammenhänge von Karies, Gingivitis, Parodontitis,
Zahnstein und Konkrement.

Die Studenten können kompetent den Patienten im Umgang mit allen Mund-
hygienehilfsmitteln instruieren und Auskunft über Zahnpasten, Spüllösungen
etc. geben.

Sie sind in der Lage, die Patienten hygienefähig zu machen, sie beherrschen die
professionelle mechanische Zahnreinigung sowie die verschiedenen parodontalen
Indices und weitere diagnostische Maßnahmen.

Dentinadhäsiv und Komposit

        Lehrinhalte

 

Lernziele

Die Studenten können verschiedene Füllungsmaterialien beschreiben und
unterscheiden, kennen ihre Indikation und Kontraindikation. Sie beherrschen
die adhäsive Präparationstechnik, die Arbeitsschritte des Schmelz- und
Dentinbondings sowie das Legen der Füllung in Inkrementtechnik.
Gesamtziel ist die Rekonstruktion unter funktionellen und ästhetischen
Gesichtspunkten.

Endodontie

        Lehrinhalte:

Lernziele:

Die Studenten sind in der Lage, eine Pulpenerkrankung zu erkennen und zu
diagnostizieren. Sie erarbeiten die Fähigkeit, eine Zugangskavität lege artis
zu präparieren und eine exakte Längenbestimmung durchzuführen.

Die verschiedenen Methoden der Wurzelkanalaufbereitung werden theoretisch
und praktisch beherrscht, ebenso verschiedene Varianten zur bakteriendichten
Wurzelkanalfüllung.


Alginatabformung und Modellherstellung Lehrinhalte Alginatabformung:
 

 

Lehrinhalte Modellherstellung:


Lernziele:


Artikulator

Lehrinhalte:


Lernziele:

Die Studenten beherrschen den schonenenden Umgang mit dem SAM2-Artikulator.
Sie verstehen die antatomischen und physiologischen Grundlagen, die das
individuelle Programmieren erforderlich machen, und wissen, welche Arbeiten im
Artikulator gemacht werden müssen


Einartikulieren

Lehrinhalte schädelbezogene Montage des Oberkiefers mit dem anatomischen
Transferbogen (ATB):


Lehrinhalte gelenksbezogene Montage des Unterkiefers:

Lernziele:


Kofferdam


Lehrinhalte

 

Lernziele:

Anlegen des Kofferdams für Situationen, bei denen trockenes, sicheres und
aseptisches Arbeiten im Mund erforderlich ist (Adhäsivtechnik, Composite,
Überkappungen, Endodontie, Infektionsschutz, Entfernen ausgedehnter
Amalgamrestaurationen)


Zahnerhaltungskunde II – Vorlesung / Übungen

 
Aufbissschienen


Lehrinhalte:


Lernziele:

OK-Aufbissschienen aus Kunststoff mit entsprechend integrierter Okklusion und
Funktion werden zur Therapie von Kiefergelenksproblemen bzw. bei Bruxismus-
patienten eingesetzt. Die Studierenden sollen die therapeutischen Möglichkeiten
und die technische Herstellung erlernen.


Provisorien


Lehrinhalte:


Lernziele:

Die Versorgung präparierter Zähne mit einem Provisorium ist zum Schutz von
Pulpa und Zahnsubstanz sowie zur Erhaltung der Kaufunktion unerläßlich. Die
Studierenden sollen schrittweise am Phantom die technische Herstellung von
Provisorien erlernen, als Basis für die weitere Ausbildung am Patienten im Zuge
des fortschreitenden Studiums.


Stiftaufbauten


Lehrinhalte:


Lernziele:

Stiftaufbauten bei devitalen Zähnen dienen zur Stabilisierung der Restzahn-
substanz und zur Herstellung eines zur prothetischen Versorgung geeigneten
Stumpfes. Die Studierenden sollen indikationsbezogen die richtige Material-
auswahl und das präparatorische Vorgehen erlernen, um devitale Stümpfe
dauerhaft prothetisch versorgen zu können.

Axiographie

Lehrinhalte:


Lernziele:

Die Studenten verstehen die Indikation und die Aussage einer axiographischen
Aufzeichnung. Sie sind in der Lage, die Scharnierachse zu bestimmen und
beherrschen die selbständige Durchführung einer  axiographischen Untersuchung.
Sie verstehen die verschiedenen diagnostischen Aufzeichnungen, interpretieren
diese und ziehen therapeutische Schlüsse


Axiographie-Praktikum und -Auswertung



Lehrinhalte:

Lernziele: 


Computergestützte Diagnostik:

Fernröntgenanalyse

Lehrinhalte:


Lernziele:

Inlay

Lehrinhalte:


Lernziele:


Onlay


Lehrinhalte:


Lernziele:

Theoretische Kenntnis und praktische Durchführung aller Schritte bei der Her-
stellung eines Goldonlays bzw. einer Goldkrone von der Abformung bis zur
fertigen Restauration unter besonderer Berücksichtigung der Okklusion
(Front-Eckzahn-Führung), des dichten Randschlusses, der parodontalfreundlichen
Formgestaltung und der Ästhetik.


Präparation

Lehrinhalte:


Lernziele:

 

Metallkeramik

Lehrinhalte:


Lernziele:

Metallkeramikrestaurationen stellen nach wie vor einen großen Teil der
festsitzenden prothetischen Arbeiten dar. Die Studierenden sollen die
praktischen Grundlagen der Gerüstherstellung und Keramikschichtung
erlernen.


Zahnerhaltungskunde III – Vorlesung / Übungen


Präparation in der Adhäsivprothetik und adhäsives Zementieren


Lehrinhalte:


Lernziele:

Erlernen der Besonderheiten für die Präparation vollkeramischer Restaurationen.
Die Studierenden sind im Stande das adäquate Vollkeramiksystem auszuwählen
und beherrschen die kritischen labortechnischen Schritte. Sie verstehen und
beherrschen das chronologische Vorgehen beim adhäsiven Zementieren dieser
Arbeiten.

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