ZMK Innsbruck

 

Diplomstudium Zahnmedizin

Curriculum / Lehrinhalte / Zahnm. Eingangstest / Termine / Nostrifikation


Universitätsklinik für Zahnersatz/Zahnerhaltung

LV-Titel: Zahnersatzkunde I, II und III

Die zahnärztliche Prothetik hat sich in den letzten zwanzig Jahren aufgrund
der Entwicklung neuer Materialien und Behandlungsmethoden und der Ge-
winnung neuer Erkenntnisse aus der Forschung sehr stark weiterentwickelt.
Die zahnärztliche Sanierung der Patienten im Rahmen eines synoptischen
Behandlungskonzeptes gewinnt, unter Einbeziehung der klassischen Gebiete,
wie der festsitzenden, abnehmbaren und kombinierten Prothetik, und unter
Berücksichtigung materialkundlicher Aspekte, immer mehr an Bedeutung.

Für den Langzeiterfolg sind die Prävention von Erkrankungen des stomato-
gnathen Systems, die präprothetische Vorbehandlung, eine qualitativ hoch-
wertige prothetische Behandlung und eine lebenslang andauernde Nachsorge
von entscheidender Bedeutung. Nach Zahnverlust ist der aufgeklärte Patient
oft nicht mehr nur mit der Wiederherstellung der Kaufunktion und des Kaukomforts
zufrieden, sondern es müssen auch ästhetische, phonetische und psychische
Aspekte mitberücksichtigt werden.

Der optimal informierte, prothetisch tätige Zahnarzt arbeitet heute im Team
mit verschiedenen Spezialisten der Medizin, Zahnmedizin, Zahntechnik und
zahnärztlicher Prophylaxe (Prophylaxehelferin) zusammen.

Da die zahnärztliche Prothetik eines der Hauptaufgabenbereiche in der zahn-
ärztlichen Praxis darstellt, sind die Lehrinhalte umfangreich und der Lehrstoff
verteilt sich aufbauend auf die gesamten 6 Semester im dritten Studienabschnitt.

 

7. und 8. Semester:

Lehrinhalte:

Einführung in anatomisch-prothetische Grundlagen:
Terminologie, Einführung in die funktionelle Anatomie des stomatognathen
Systems,

Morphologie der Zähne (Frontzähne/Seitenzähne), Betrachtung des Gebisses
als Ganzes, Okklusionskonzepte der dynamischen Okklusion

Material und Werkstoffkunde:
Materialanforderungen für enoral und extraoval verwendete dentale Werkstoffe
Allgemeine physikalische und chemische Eigenschaften
Materialkundliche Prüfverfahren

Hilfswerkstoffe:
Anwendungsbereich und Umgang mit Modellmateralien, Wachsen, Einbettmassen
sowie Schleif- und Poliermitteln

Kurfristig inkorporierte Werkstoffe:
Einsatz und indikationsbezogene Auswahl von Abformmaterialien, Besonderheiten
der einzelnen Materialgruppen sowie deren Biokompatibilität

Langfristig inkorporierte Werkstoffe:
zahnärztliche Restaurationsmaterialien für Füllungstherapie sowie festsitzende
und abnehmbare Prothetik - Kunststoffe, Metalle, keramische Massen, Zemente

Befundaufnahme und Planung in der prothetischen Zahnheilkunde:
Anamnese, Befunderstellung entsprechend den Richtlinien der ARGE Prothetik
und Gnathologie der ÖGZMK, Baden 1979 mit besonderem Schwerpunkt der
prothetisch relevanten Planung: Abformung und Modellherstellung, arbiträre
Gesichtsbogenübertragung der Modelle im Artikulator, zentrisches Registrat,
Erstellung einer Diagnose sowie Behandlungsplanung für festsitzenden sowie
abnehmbaren Zahnersatz

Die Behandlung des teilbezahnten Patienten – die Teilprothese:
Klassifizierung des Lückengebisses, Vor- und Nachteile von Teilprothesen,
Einsatz einer rein schleimhautgetragenen Klammerprothese. Die skelettierte
parodontal- bzw. parodontal- und schleimhautgetragenen Teilprothese – teil-
prothetische Planung, konstruktionsbezogene Füllungstherapie, Erstellung eines
teilprothetischen Konstruktionsplanes, Präparation der Pfeilerzähne, statische
und biodynamische Aspekte der teilprothetischen Konstruktion, Nachsorge und
besondere Probleme der teilprothetischen Rehabilitation.

Die Behandlung des zahnlosen Patienten – die Totalprothetik:
Geschichte der Totalprothetik, Spezifikation der zahnärztlichen Anamnese in der
Totalprothetik, der alte Mensch und seine Besonderheiten, Besprechung der am
Prothesenhalt beteiligten Faktoren , Vorstellung verschiedener Okklusionskonzepte
in der Totalprothetik – Diskussion des Für und Wider, die Vorbehandlung beim
Zahnlosen, die vertikale Dimension, spezifische Probleme bei der Kieferrelations-
bestimmung beim Zahnlosen, die Bedeutung der Remontage, die Ästhetik in der
Totalprothetik, die Praxis der Totalprothetik nach der „Innsbrucker Schule“ Schritt
für Schritt

 

9. und 10. Semester:

Lehrinhalte:

Sonderformen der Totalprothesen:
Immediatprothesen und Hybridprothesen auf Zahnwurzeln und Implantaten
Indikationen und Voraussetzungen, Verankerungselemente, Gestaltung von
Wurzelkappen, Langzeitprognose

Festsitzende Prothetik:
Diagnose und Vorbehandlung, Einartikulieren von Studienmodellen, Einschleifen
von Zentrik und Exzentrik am Modell und am Patienten, Erstellung des Be-
handlungsplanes, Präparationsinstrumente und Prinzipien, Vorpräparation und
Wax up am Modell.

Vorgehen bei der Präparation im Mund, Stumpfaufbau, Präparationsform – Inlay,
Onlay und Krone.

Abformung mit Polyvinylsiloxanen, Gingivamangement, Abformtechnik, individuelle
Abformlöffel, Besonderheiten von Polyvinylsiloxanen.
Provisorienherstellung und Eingliederung
Modellherstellung – insbesondere das galvanische Pinmodell – und einartikulieren
Aufwachsen, Einbetten und Metallguss
Sonderform Metallkeramik – Gerüst und Randgestaltung, keramische Schichttechnik
Verbindungstechniken – Löten oder Laserschweißen
Eingliederung der definitiven Restaurationen

Funktion und Dysfunktion des stomatognathen Systems:
Das Problem der Funktionsstörungen des stomatognathen Systems erkennen
und verstehen, das stomatognathe System als Funktionseinheit, Häufigkeit von
Funktionsstörungen des stomatognathen Systems, Ätiologie und Pathogenese
von Dysfunktionen des stomatognathen Systems, die Bedeutung der Okklusion
bei der Entwicklung von Funktionsstörungen des stomatognathen Systems,
Klassifikation der Funktionsstörungen (Myopathien, Arthropathien,
Myoarthropathien), Beschreibung der Komponenten des stomatognathen Systems:
Anatomische Grundlagen, Diagnostik des stomatognathen Systems systematisch
und praxisnah, Konzept bei der Therapie des funktionsgestörten stomatognathen
Systems: symptomatische und kausale Therapie, Fallbeispiele

 

11. und 12. Semester:

Lehrinhalte:

Geschiebeprothetik:

Einführung in die Geschiebeprothetik, Teilhülsengeschiebe, Steggeschiebe und
Steggelenke, Überblick über Doppelkronensysteme (Konuskronen, Teleskopkronen)
Klinische Vorgehensweise bei Doppelkronenverankerung.
Einleitung, Planung: Klassische Vorgangsweise, neue Vorgehensweise
mit Galvanosekundärteilen und Verklebung im Mund, klinische Beispiele

Einführung in die dentale Implantologie:

Einführung, Geschichte, Osseointegration, Stellenwert der Implantologie in der
heutigen Prothetik, Vorstellung verschiedener Implantatsysteme, Darstellung
verschiedener Indikationsbereiche (zahnlose Patienten, im Lückengebiss zur
Pfeilervermehrung, Implantate als Einzelzahnersatz), Planung, interdisziplinäre
Zusammenarbeit, spezielle Abformtechnik in der Implantologie, verschraubte –
zementierte Lösungen: Vor- und Nachteile, Implantatmisserfolge – Analyse der
Ursachen, Einfluss des Rauchens, Behandlung der Periimplantitis

Vollkeramische Restaurationen:

Präparationstechnik und Präparationsprinzipien für Vollkeramik
Präparation von Inlay, Onlay, Krone und Veneer.
Vollkeramiksysteme – Presskeramik, Sinterkeramik, CAD-CAM Techniken
Adhäsives Verblendsystem, Keramikkonditionierung, Dentinbonding,
adhäsives zementieren, Randausarbeitung und Nachkontrolle.

Planung komplexer Behandlungsfälle:

Schrittweises Vorgehen bei umfangreichen Behandlungen
interdisziplinäre Planung der Therapieschritte mit Kieferorthopädie und
Kieferchirurgie
Möglichkeiten zur Visualisierung des angestrebten Ergebnisses vor
Behandlungsbeginn
Planung anhand von Patientenfällen

 
Lernziele:

Die Studierenden sollen die Aufgaben, Möglichkeiten und Grenzen der
Prothetik (des Zahnersatzes) als wesentliches Teilgebiet der Zahnmedizin
kennen lernen und die Befähigung erhalten, ihre erlernten Kenntnisse und
Fähigkeiten während der selbständigen Ausübung des zahnärztlichen Berufes
nach den Regeln der medizinischen Wissenschaft zu nutzen und ihre Patienten
entsprechend beraten und betreuen zu können.

Die Studierenden sollen erlernen, eine fundierte Diagnostik des gesamten
stomatognathen Systems zu erstellen. Diese ist Grundlage für die weiteren
notwendigen therapeutischen Schritte zur Planung und Behandlung der Patienten.

Die Studierenden sollen lernen, wie durch eine systematische und praxisnahe
Diagnostik des stomatognathen Systems sämtliche Komponenten des
stomatognathen Systems in ihrer Funktion erfasst werden können. Die
Studierenden sollen auch die instrumentelle Untersuchung der Kiefergelenke
mittels Axiographie erlernen, um den Zustand des stomatognathen Systems vor
Behandlungsbeginn visuell  und objektiv dokumentieren zu können. Dies wird auch
aus forensischen Gründen immer wichtiger.

Dysfunktionen des stomatognathen Systems sind in der Bevölkerung sehr häufig
anzutreffen. Wenn die Symptome übersehen werden, kann durch unsachgemäße
zahnärztliche Tätigkeit eine Dekompensation auftreten, die den Patienten starke
Beschwerden bereiten kann. Die Studierenden sollen daher imstande sein, einen
Risiko- bzw. Dysfunktionspatienten zu erkennen, und ihn sowohl initial, mit
Aufbissschienen wie auch definitiv behandeln zu können.

Nach entsprechender Vorbehandlung der Patienten (parodontal, endodontisch,
Behandlung von Funktionsstörungen des stomatognathen Systems) sollen die
Studierenden imstande sein, die Patienten adäquat prothetisch rehabilitieren zu
können (mittels festsitzender oder abnehmbarer Prothetik). Die Studierenden
sollen dabei sämtliche festsitzenden sowie auch abnehmbaren prothetischen
Konzepte kennen lernen, sowie auch über die Möglichkeiten eines implantatge-
stützten Zahnersatzes informiert sein. Sie sollen diese sowohl im klinischen wie
auch labortechnischen Bereich erlernen, damit sie später die Qualität von labor-
gefertigten prothetischen Arbeiten beurteilen können. Es wird bei der Herstellung
prothetischer Arbeiten insbesondere Wert darauf gelegt, dass die technischen
Arbeiten präzise hergestellt werden.

Ein weiterer wesentlicher Bereich ist das Erlernen im Umgang mit dem älteren
Menschen und die Erstellung eines für den Patienten richtigen individuellen
Behandlungsplanes, der auch die Adaptationskapazität berücksichtigt. Hier
können die Studenten sämtliche Formen von herausnehmbarem Zahnersatz
erlernen.


Zahnersatzkunde I – Vorlesungen / Übungen I

Abnehmbare Prothetik am Phantom

Herstellung einer Totalprothese am Phantom

Lehrinhalte:

  • Erstabformung
  • Individueller Löffel
  • Ergänzung eines individuellen Löffels mit Stangenkerr
  • Die Funktionsabformung
  • Wachswälle auf Registrierschablonen
  • Kieferrelatoinsbestimmung
  • Zahnaufstellung
  • Fertigstellung und Ausarbeitung der Totalprothesen

Lernziele:

  • Erlernen des Umganges mit Alginat zur antatomischen Abformung
  • Praktisches Herstellung individueller Löffel
  • Erlernen des Umganges mit Stangenkerr
  • Vermittlung der Fähigkeiten zur Durchführung der Funktionsabformung
  • Verständnis für die Form und Ausdehnung von Wachswällen sowie deren
    Anpassung im Mund sowie Bestimmung der vertikalen Relation
  • Praktisches Arbeiten mit dem Gerber-Registrierbesteck zur Bestimmung der
    sagittalen Kieferrelation und zum definitiven Einartikulieren des Unterkiefer-
    Meistermodells
  • Vermittlung der zahntechnischen Fähigkeiten zur Aufstellung der Prothesen-
    zähne nach vorgegebenen Regeln
  • Praktisches Arbeiten mit Prothesenkunststoff, Reokkludieren und Polieren
    einer Prothese

 
Dentinadhäsiv und Komposit

Lehrinhalte:

  • Verschiedene defektbezogene Kavitätenpräparationen
  • Materialkunde von Dentinadhäsiven und Komposit, Kompomeren,
    Glasionomerzementen, etc.
  • Instrumente
  • Prinzipien der Säureätztechnik
  • Praktisches Vorgehen beim Schmelz- und Dentinbonding
  • Legen der Füllung in Inkrementtechnik
  • Kontaktpunktgestaltung
  • Arbeitsschritte der Ausarbeitung

Lernziele:

Die Studenten können verschiedene Füllungsmaterialien beschreiben und
unterscheiden, kennen ihre Indikation und Kontraindikation. Sie beherrschen
die adhäsive Präparationstechnik, die Arbeitsschritte des Schmelz- und
Dentinbondings sowie das Legen der Füllung in Inkrementtechnik. Gesamt-
ziel ist die Rekonstruktion unter funktionellen und ästhetischen Gesichtspunkten.


Artikulator

Lehrinhalte:

  • Aufbau und Zubehör des SAM2-Artikulators
  • Programmieren des Artikulators
  • Einsatzbereiche

Lernziele:

Die Studenten beherrschen den schonenenden Umgang mit dem SAM2-Artikulator.
Sie verstehen die antatomischen und physiologischen Grundlagen, die das
individuelle Programmieren erforderlich machen, und wissen, welche Arbeiten im
Artikulator gemacht werden müssen.


Einartikulieren

Lehrinhalte schädelbezogene Montage des Oberkiefers mit dem anatomischen
Transferbogen (ATB):

  • Individualisieren der Bissgabel mit Silikon
  • Anleitung zum Anlegen des ATB und Instruktion des Patienten
  • Justierung des Artikulators (Einstellen zum Erreichen der richtigen
    Korrekturwerte)
  • Übertragung der schädelbezogenen Lage des Oberkiefermodelles in den
    Artikulator mittels Montagegerät


Lehrinhalte gelenksbezogene Montage des Unterkiefers:

  • Registratherstellung mit speziellen Wachsplatten und Anleitung zur
    richtigen Vorgangsweise beim Abnehmen des zentralen Registrates
    (=gesperrter Biss)
  • Montage des Unterkiefermodells (Einstellen des Inzisalstiftes, Fixierung des
    Unterkiefermodells, Einbringen des Artikulatorgipses, Verriegelung des
    Artikulators
  • Anfertigung eines zweiten Registrates (Kontrolle durch Splitcast)


Lernziele:

  • Übertragen bzw. Montage der schädelbezogenen Situation des Oberkiefer-
    modells und der gelenksspezifischen Situation des Unterkiefermodells mittels
    zentralen Registrates in den Artikulator
  • Überprüfung des zentralen Registrates mittels Splitcast
    (im Oberkiefermodell)


Zahnersatzkunde II – Vorlesungen / Übungen

Aufbissschienen

Lehrinhalte:

  • Prothetische Herstellung von OK-Aufbissschienen zur Therapie von
    Patienten mit Kiefergelenkserkrankungen und Patienten mit Bruxismus.
  • Einartikulieren der Modelle, Anbringen des Kunststoffes, Einschleifen
    von Okklusion und Funktion, Ausarbeiten und Politur, Klinische Eingliederung

Lernziele:

OK-Aufbissschienen aus Kunststoff mit entsprechend integrierter Okklusion und
Funktion werden zur Therapie von Kiefergelenksproblemen bzw. bei Bruxismus-
patienten eingesetzt. Die Studierenden sollen die therapeutischen Möglichkeiten
und die technische Herstellung erlernen.

Provisorien

Lehrinhalte:

  • Materialauswahl für Provisorien
  • Anfertigung eines Provisorienschlüssels
  • Einbringen und Aushärten des Materials
  • Ausarbeiten, Zementieren mit provisorischen Zementen

 Lernziele:

Die Versorgung präparierter Zähne mit einem Provisorium ist zum Schutz von
Pulpa und Zahnsubstanz sowie zur Erhaltung der Kaufunktion unerläßlich. Die
Studierenden sollen schrittweise am Phantom die technische Herstellung von
Provisorien erlernen, als Basis für die weitere Ausbildung am Patienten im Zuge
des fortschreitenden Studiums.

Stiftaufbauten

Lehrinhalte:

  • Materialauswahl für Stifte
  • Präparationsrichtlinien für die Präparation des devitalen Stumpfes
  • Abformung, technische Herstellung, Zementierung.

Lernziele:

Stiftaufbauten bei devitalen Zähnen dienen zur Stabilisierung der Restzahn-
substanz und zur Herstellung eines zur prothetischen Versorgung geeigneten
Stumpfes. Die Studierenden sollen indikationsbezogen die richtige Materialaus-
wahl und das präparatorische Vorgehen erlernen, um devitale Stümpfe dauerhaft
prothetisch versorgen zu können.

Inlay

Lehrinhalte:

  • Materialkunde: Abformmaterial und deren Anwendung
  • Materialkunde: Galvanisches Silberbad
  • Materialkunde: Dentalgold, Phantomgold
  • Materialkunde: Distanzlack, Dentalwachs
  • Materialkunde: Einbettmasse, Gußmuffel, Gußtrichterformer
  • Materialkunde: Gußofen, Auswachsofen, Vakuumanrührgerät
  • Präparationsrichtlinien für MOD Kavität von Gussfüllungen
  • Beurteilungskriterien von Abformungen von Gußfüllungen
  • Herstellung der Zahnanatomie in Originalgröße
  • Herstellen von Gussfüllungen
  • Ausarbeiten von Goldfüllungen
  • Qualitätskriterien für Goldgußfüllungen
  • Erkennen von Stellenwert der interdisziplinären Zusammenarbeit zwischen
    Zahnarzt und Zahntechniker

Lernziele:

  • Kenntnis der verwendeten Materialien, deren Zusammensetzung, Eigen-
    schaften, Toxikologie und deren Verarbeitung
  • Kenntnis der verwendeten Geräte und Wissen über die richtige Anwendung
    und das Einsatzgebiet
  • Prinzipielle Kenntnis einer MOD Kavitätenform für eine Goldgußfüllung
  • Praktisches Herstellen einer Silikonabformung von präparierten
    Kunststoffzähnen
  • Praktisches Herstellen von Goldgußfüllungen mit Phantomgold

Onlay

Lehrinhalte:

  • Anwendung der im Inlaykurs erworbenen Kenntnisse (Silikonabformung
    präparierter Modelle mittels individueller Löffel, Herstellung gepinnter
    Silbermodelle, Aufwachsen,
  • Einbetten, Auswachsen, Gießen, Auf- und Einpassen, Ausarbeiten und
    Polieren von Gussfüllungen) unter Berücksichtigung der Okklusion:
  • Einartikulieren der Modelle:
  • Rekonstruktion der präparierten Zähne mittels Onlay und Vollgusskrone
    im Sinne einer Front-Eckzahn-Führung:
  • Ideale Höcker-Gruben-Beziehung
  • Parodontalfreundliche Gestaltung der Approximalflächen
  • Dichter Randschluß
  • Saubere Ausarbeitung und Politur

Lernziele:

Theoretische Kenntnis und praktische Durchführung aller Schritte bei der
Herstellung eines Goldonlays bzw. einer Goldkrone von der Abformung bis
zur fertigen Restauration unter besonderer Berücksichtigung der Okklusion
(Front-Eckzahn-Führung), des dichten Randschlusses, der parodontal-
freundlichen Formgestaltung und der Ästhetik.

Präparation

Lehrinhalte:

  • Indikationsstellung für die verschiedenen Gussfüllungen, Inlay,
    Onlay und Krone
  • Bedeutung der retentiven Verankerung von zementierten Restaurationen
  • Wichtigkeit des dichten Randschlusses (Stufe und Abschrägung)
  • Materialschichtstärke in Abhängigkeit von der Funktion
  • Vorstellung der zu verwendenden diamantierten Präparierer und Finierer
  • Schrittweises Vorgehen beim Präparieren von Zähnen für die Versorgung
    mit Inlays, Onlays, Kronen

Lernziele:

  • Kenntnis der Indikation der unterschiedlichen Gussfüllungen in Ab-
    hängigkeit von Vitalität, Ausmaß der zerstörten Zahnsubstanz und
    Fuktion
  • Kenntnis der angestrebten Kavitätengeometrie für Inlays, Onlays und
    Kronen unter Beachtung der Pulpenschonung, der Retention, der Okklusion,
    des optimalen Randschlusses und der Ästhetik
  • Kenntnis der verschiedenen Grob- und Feinpräparierer und deren
    Anwendungsgebiet
  • Step by Step Vorgehen beim Präpararieren am Gipsmodell, kritische
    Beurteilung der fertigen Präparation

Axiographie

Lehrinhalte:

  • Orthopädische Untersuchung mit instrumenteller Hilfe
  • Aufbau des Axiographen
  • Korrektes Anlegen der verschiedenen Teile des Axiographen
  • Bestimmen der Scharnierachse
  • Aufzeichnen der unterschiedlichen Unterkieferbewegungen
  • Interpretation der axiographischen Aufzeichnungen

Lernziele:

Die Studenten verstehen die Indikation und die Aussage einer axiographischen
Aufzeichnung. Sie sind in der Lage, die Scharnierachse zu bestimmen und be-
herrschen die selbständige Durchführung einer  axiographischen Untersuchung.
Sie verstehen die verschiedenen diagnostischen Aufzeichnungen, interpretieren
diese und ziehen therapeutische Schlüsse.

Axiographie-Praktikum und -Auswertung

Lehrinhalte:

  • Bestandteile des SAM-Axiographen
  • Systematische Abfolge des Anlegens von OK- und UK-Bogen
  • Bestimmung der individuellen Scharnierachse und Markierung auf der Haut
    für anschließendes Fernröntgen
  • Aufzeichnung der Gelenkbahnen auf den entsprechenden Aufzeichnungs-
    flaggen bei Protrusion, Öffnung, Laterotrusion jeweils ungeführt und geführt
    sowie Retrusion geführt
  • Aufzeichnung und Niederschrift des Seitversatzes zur Verifizierung des
    individuellen Bennetts mit Hilfe der Bennett-Uhr
  • Auffinden der Incisura infraorbitale links am Patienten und Markierung
    derselben mit Hilfe des Innfraorbitalzeigers
  • Abnehmen des OK- und UK-Bogens
  • Markierung der Achse-Orbital-Ebene AOE auf den Aufzeichnungsflaggen
  • Aufwertung der aus der Axiographie gewonnenen Seitversatzwerte und
    Umrechnung und individuelle Bennettwinkel mit Hilfe der entsprechenden
    Konversionstabellen von SAM
  • Verwendung des Axiographie-Overlay-Bennett-Lineals und Bestimmung der
    Bennetteinsätze und Bennettwinkel
  • Bestimmung der Horizontalen-Kondylenbahn-Neigung HKN in Grad und Aus-
    wahl der Kurvaturgehäuse mittels SAM-Skalenlupe

Lernziele:

  • Kennenlernen und Verstehen der Bauteile des SAM-Axiographen
  • Korrektes Anlegen der OK- und UK-Bögen am Patienten (Übung desselben
    im praktischen Teil an Studienkollegen)
  • Finden der individuellen Scharnierachse und Markierung des Achsenpunktes
    auf der Haut des Patienten
  • Fähigkeit, genannte Gelenksbahnen aufzuzeichnen
  • Korrektes Aufzeichnen des Seitversatzes und richtiges Notieren der Werte
    im Axiographie-Auswertungsblatt
  • Fähigkeit, die Incisura infraorbitale am Patienten aufzufinden und durch den
    Infraorbitalzeige zur markieren
  • Kenntnis der Handhabung von OK- und UK-Bogen beim Abnehmen vom
    Patienten
  • Korrektes Markieren der AOE auf den Aufzeichnungsflaggen
  • Kenntnis der korrekten Auswahl der Konversionstabellen in Abhängigkeit
    vom patientenabhängigen Flaggenabstand; korrektes Ablesen der
    individuellen Bennettwinkel und Übertragung in das Axiographie-
    Auswertungsblatt
  • Auswahl der individuellen Bennetteinsatzes (rot, blau, grün, weiß) und
    Bennettwinkels in Grad mittels Axiographie-Overlay-Bennett-Lineals
  • Korrektes Verwenden der SAM-Skalenlupe und Bestimmen von individueller
    HKN und Kurvaturgehäusen des Artikulators

Computergestützte Diagnostik:

Fernröntgenanalyse

Lehrinhalte:

  • Durchzeichnen von lateralen Fernröntgenbildern
  • Eingabe der Punkte am Digitalisiertablett
  • Computergestützte Auswertung nach der Innsbrucker Analyse

Lernziele:

  • Erlernen der Fernröntgendurchzeichnung und digitalen –eingabe
  • Verständniss für die Indikation und die Interpretation von Fernröntgen-
    analysen und deren Bedeutung für die prothetische Behandlungsplanung

 Metallkeramik

Lehrinhalte:

  • Modellherstellung und Modelltrimmen, Aufwachsen
  • Guss des Edelmetall-käppchens
  • Grundlagen der Gerüstvorbereitung und Keramikschichtung
  • Prinzipien der Formgebung, Oberflächenpolitur

Lernziele:

Metallkeramikrestaurationen stellen nach wie vor einen großen Teil der fest-
sitzenden prothetischen Arbeiten dar. Die Studierenden sollen die praktischen
Grundlagen der Gerüstherstellung und Keramikschichtung erlernen.

 

Zahnersatzkunde III – Vorlesung / Übungen

Präparation in der Adhäsivprothetik und adhäsives Zementieren

Lehrinhalte:

  • Präparationsübung am Phantom für Inlay, Onlay, Krone aus Vollkeramik
  • Labortechnische Herstellung und adhäsives Zementieren der vollkeramischen
    Restauration

Lernziele:

Erlernen der Besonderheiten für die Präparation vollkeramischer Restaurationen.
Die Studierenden sind im Stande das adäquate Vollkeramiksystem auszuwählen
und beherrschen die kritischen labortechnischen Schritte. Sie verstehen und be-
herrschen das chronologische Vorgehen beim adhäsiven Zementieren dieser
Arbeiten.

Implantatprothetik

Lehrinhalte:

Vorstellung verschiedenster Implantatsysteme und der jeweiligen konfektionierten
Zwischenteile als Basis für die weitere prothetische Versorgung.

Lernziele:

Kenntnis der wichtigsten verschiedenen Implantatsysteme. Fähigkeit die
spezifischen konfektionierten Suprastrukturen auszuwählen und den
implantologisch – prothetischen Behandlungsablauf zu planen.

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