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ZMK Innsbruck

 

Universitätsklinik für MKG-Chirurgie

Ambulanz

Zahnärztliche Ambulanz  
MKG-Ambulanz 
Schienen-Ambulanz 
Trauma-Ambulanz 
Dysgnathie-Ambulanz 
Tumor-Ambulanz 
Kiefergelenks-Ambulanz 
interdisziplinäre Sprechstunde für Lippen-, Kiefer- Gaumenspalten und
kraniofaziale Fehlbildungen

 

Zahnärztliche Ambulanz:

Die Zahnärztliche Ambulanz ist zentrale Anlaufstelle für Patienten mit akuten 
Beschwerden im Zahn-, Mund- und Kieferbereich. Zahnärztliche Schmerzbe-
handlungen werden von Montag bis Freitag von 08:30 bis 16:00 Uhr durchge-
führt, in der übrigen Zeit bleibt die Versorgung zahnärztlicher Notfälle im 
Rahmen des Notdienstes gewährleistet. Für allfällige weitere Behandlungen 
erfolgt von dort die Zuweisung an die Universitätsklinik für Zahnersatz und Zahnerhaltung. 

Poliambulanz
Poliambulanz
Infektionsraum
Infektionsraum

 

MKG-Ambulanz:

Die Mund- Kiefer- und Gesichtschirurgie-Ambulanz stellt die zentrale Anlauf-
stelle für Patienten mit Beschwerden im Mund-, Kiefer- und Gesichtsbereich 
dar. Hier werden die Patienten erstuntersucht und Befunde erhoben. Bei 
speziellen Fragestellungen werden dann für die Patienten Termine in den 
entsprechenden Spezialambulanzen vereinbart. Besteht die Notwendigkeit 
eines operativen Eingriffes, erfolgt hier die Aufklärung und die Terminvergabe. 
Nach operativen Eingriffen erfahren sowohl ambulante als auch stationäre 
Patienten die Nachbetreuung im Rahmen der Mund- Kiefer- und Gesichts-
chirurgie-Ambulanz.

MKG-Ambulanz
In der MKG-Ambulanz
OP
Im Operationssaal für ambulante Eingriffe

 

Schienen-Ambulanz: 

Im Krankengut der Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie Innsbruck stellen 
Verletzungen der Zähne und des Zahnhalteapparates ca. 30% aller unfall-
bedingten Verletzungen. Neben Zahnfrakturen kommen vollständige und 
unvollständige Luxationen vor. Aus dem Kiefer herausgeschlagene Zähne 
können in das Zahnfach wieder reponiert werden. Wichtig für einen Be-
handlungserfolg ist die Aufbewahrung des Zahnes bis zur Behandlung in 
einem feuchten Milieu. Ideal ist eine in Apotheken erhältliche Zahnrettungsbox 
mit einer speziellen Nährlösung. Auch die Lagerung in H-Milch oder in
Wasser ist für kurze Zeit möglich. Das Zurücksetzen des Zahnes in das knöcherne Zahnfach sollte spätestens nach 2 Stunden erfolgen. Nach dem Wiedereinsetzen des Zahnes muss dieser aber unbedingt durch eine Schienung stabilisiert und ggf. noch wurzelbehandelt werden. Die Dauer der Schienung beträgt bei Luxationen 10 Tage bis 6 Wochen. Sind Zahnwurzeln frakturiert, ist oft eine Schienung von 3 bis 6 Monaten nötig. Es werden hierzu regelmäßige Kontrollen inkl. Zahndurchblutungsuntersuchungen durchgeführt.

 

Trauma-Ambulanz: 

Regionale und freizeitbedingte Faktoren führen in Tirol zu einer großen Zahl 
verunfallter Patienten. So wurden in den Jahren 1991-2011 etwa 20.000 
Patienten mit Verletzungen im Mund-, Kiefer- und Gesichtsbereich nach den 
aktuellsten Kriterien erfolgreich behandelt werden. Innerhalb der Trauma-
Ambulanz erfolgt die Nachbetreuung der verunfallten Patienten. Die Wundheilung im zeitlichen Verlauf wird dadurch erfasst und in diesem Rahmen können mögliche unfallbedingte Folgeschäden vermieden werden. Sollten weitere operative Maßnahmen erforderlich sein, werden diese einschließlich Korrekturoperationen geplant und eingeleitet.

 

Dysgnathie-Ambulanz:

Die Dysgnathie-Chirurgie beinhaltet eine Verlagerung knöcherner Kieferanteile, wenn diese in Form, Größe und Lage nicht funktionell miteinander harmonieren. 
Die operative Korrektur wird kombiniert mit einer  kieferorthopädischen Vor- 
und Nachbehandlung, die an der Univ.-Klinik für Kieferorthopädie in Innsbruck und von vielen Kieferorthopäden in ganz Österreich durchgeführt wird. Nach Abschluss der Vorbehandlung durch den Kieferorthopäden wird die Umstellungsoperation des Ober- und/oder Unterkiefers von der Mundhöhle aus durchgeführt, so dass keine Narben äußerlich im Gesicht sichtbar sind. 
Die Stabilisierung der Kiefer erfolgt mit Schrauben und Platten und die Mundöffnung kann vom ersten Tag nach der Operation freigegeben werden.

 

Tumor-Ambulanz: 

Krebserkrankungen sind schicksalhafte Einschnitte im Leben eines Menschen mit 
zumeist weit reichenden Veränderungen sowohl für den Betroffenen als 
auch für Personen seines persönlichen Umfeldes. Die Behandlung besteht häufig in einer Kombinationstherapie aus Operation, Bestrahlung und Chemotherapie oder auch in Einzeltherapien. Um einen größtmöglichen Erfolg der Behandlung zu erzielen, ist eine engmaschige Nachsorge von entscheidender Bedeutung, um ein Wiederauftreten der Erkrankung frühzeitig zu erkennen.
 

Die Tumorambulanz erfüllt daher die folgenden wichtigen Aufgaben:

  • menschliche und fachlich-medizinische Betreuung des Patienten nach Erstellung des ersten Behandlungskonzeptes
  • Einleitung der Therapie von Behandlungsfolgen (z.B. Lymphödem, Gefühlsstörungen durch Nervenirritation/-schädigung, etc.)
  •  Früherkennung von Rezidiven und Metastasen
  • Einleitung von Rehabilitationsmaßnahmen und von sozialen Hilfestellungen
  • Einleitung von psycho-onkologischer Betreuung nach Bedarf

Die einzelnen Termine beinhalten ein informatives und persönliches 
Gespräch und die gezielte Anamneseerhebung (sie ist auf den 
Patienten sowie auf Tumorart, Rezidivrisiko und Symptome ausgerichtet).

 

Kiefergelenks-Ambulanz:

Ein Spezialgebiet, das sich eng mit der Zahnheilkunde verwebt, ist die 
Behandlung von Kiefergelenkserkrankungen. Viele Menschen leiden an 
Funktionsstörungen der Kiefergelenke und der damit zusammenhängenden 
Sehnen und Muskeln. Meistens äußern sie sich als Gelenkknacken oder 
Gelenkschmerzen beim Kauen oder Verspannungen der Kiefermuskulatur. 
Gründe für Kiefergelenksprobleme sind meistens falsche Belastungen einzelner 
Zähne oder des gesamten Gebisses, fehlende Abstützung der Gelenke, wenn 
zu viele Zähne fehlen oder zerstört sind, nächtliches Knirschen oder Pressen, 
fehlerhafte Körperhaltung, krankhaft veränderte Gelenke, muskuläre oder 
psychische Probleme, Stress und Allgemeinerkrankungen. Diese Erkrankungs-
formen können neben konservativen Therapien (Physiotherapie, Akupunktur, 
Therapie mit Aufbißschienen, medikamentöse Behandlung) auch chirurgische 
Maßnahmen erforderlich machen.

 

Ambulanz für Fehlbildungen:

Neben der spezifischen fachärztlichen Betreuung erfolgt die regelmäßige Be-
treuung der Patienten mit Lippen-Kiefer-Gaumenspalte und Fehlbildungen des 
Kopfbereiches in interdisziplinären Sprechstunden (gemeinsam mit der Universitätsklinik für Hör-, Stimm- und Sprachstörungen, der Universitätsklinik  für 
Kieferorthopädie, der Universitätsklinik für Plastische- und Wiederherstellungs-
chirurgie, der Sektion für Humangenetik sowie der Universitätsklinik für Neuro-
chirurgie). Bei bereits zum Zeitpunkt der Geburt, eventuell auch schon in der 
Schwangerschaft, wenn Ultraschalluntersuchungen auf eine Fehlbildung hin-
weisen, kann den Eltern ein umfassendes Behandlungskonzept vorgelegt werden. 
Es ist so ein klarer Behandlungsweg und eine durchgehende Betreuung bis zur 
vollständigen Rehabilitation vorgegeben. Wegen der oft vielschichtigen Problematik 
ist es wichtig, dass eine zentrale koordinierende Stelle vorhanden ist.

An der Universitätsklinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie werden
Lippen-Kiefer-Gaumenspalten, seltene Spalten des Gesichtbereiches wie quere
und schräge Gesichtsspalten operiert und betreut. Die operative Therapie umfasst
dabei ein weites Feld vom Lippen- und Gaumenverschluss bis zur Knochentrans-
plantation und Nasenkorrekturen. Weiters sind eventuelle sprachverbessernde
Operationen sowie Osteotomien des Gesichtsskelettes zur Korrektur von Fehl-
stellungen erforderlich. Konservative und operative Therapien anderer Disziplinen 
sind im Konzept verankert und können so rechtzeitig durchgeführt werden.

Syndrombedingte oder nichtsyndrombedingte Wachstumsstörungen des Schädels 
und Gesichtsskelettes sind ein weiteres Aufgabengebiet der Universitätsklinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie. Z.B. werden Patienten mit Dysostosis 
otomandibularis, Morbus Franceschetti, Morbus Crouzon, Apert-Syndrom oder 
nicht syndromale Kraniosynostosen betreut. Es besteht dazu eine enge Kooperation
mit der Universitätsklinik für Neurochirurgie.

Für alle diese Operationen steht ein erfahrenes und speziell ausgebildetes Team
der Universitätsklinik für Anästhesie und Intensivmedizin sowie ein intensiv-
medizinisches Team der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendheilkunde zur 
Verfügung. 


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